Maklerprovision beim Hauskauf 2025: Wer zahlt wie viel?

Maklerprovision beim Hauskauf 2025: Wer zahlt wie viel?

25. Feb. 2024 · 6 Min Lesezeit · Kaufen

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt beim Immobilienkauf: Wer den Makler beauftragt, trägt mindestens die Hälfte der Provision. Das Gesetz schützt Käufer vor übermäßigen Maklerkosten – dennoch können erhebliche Beträge anfallen.

Wie viel Maklerprovision ist üblich?

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BundeslandÜbliche Provision gesamtAnteil Käufer
Bayern7,14 % inkl. MwSt.3,57 %
NRW7,14 % inkl. MwSt.3,57 %
Berlin7,14 % inkl. MwSt.3,57 %
Hamburg6,25 % inkl. MwSt.3,125 %
Hessen5,95 % inkl. MwSt.2,975 %

Das Bestellerprinzip erklärt

Praxis-Tipps
  • Grundbuch genau prüfen: Im Grundbuch stehen eingetragene Lasten wie Grundschulden, Wegerechte oder Wohnrechte. Prüfen Sie Abteilung II und III sorgfältig vor der Unterschrift.
  • Kaufnebenkosten einkalkulieren: Planen Sie 10–15 % des Kaufpreises für Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, ggf. Makler) ein – diese müssen in der Regel aus Eigenkapital gedeckt werden.
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Das Gesetz besagt: Der Auftraggeber – also derjenige, der den Makler beauftragt hat – zahlt mindestens 50 % der Provision. Der Käufer zahlt nie mehr als der Verkäufer. In der Praxis teilen sich beide die Provision hälftig.

Tipp: Wer direkt vom Eigentümer kauft (ohne Makler), spart die gesamte Käuferprovision. Auf Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen oder Immowelt gibt es viele provisionsfrei angebotene Objekte.

Wann entfällt die Maklerprovision?

In folgenden Fällen zahlen Sie als Käufer keine Provision:

  • Direktkauf vom Eigentümer (kein Makler beteiligt)
  • Neubau direkt vom Bauträger
  • Makler nur vom Verkäufer beauftragt und bezahlt
  • Zwangsversteigerungen

Checkliste Makler beim Kauf

  • ✓ Maklerauftrag schriftlich prüfen (wer hat den Makler beauftragt?)
  • ✓ Provisionshöhe und Zahlungsmodalitäten klären
  • ✓ Provision nur bei erfolgreichem Kauf fällig
  • ✓ Rechnung prüfen: MwSt. muss ausgewiesen sein
  • ✓ Provision ist nach Notartermin fällig
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Alle weiteren Kosten: Kaufnebenkosten erklärt und Was kostet der Notar?.

Maklerprovision Kauf 2025: Was seit dem Gesetz 2020 gilt und wie man legal spart

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das neue Maklergesetz. Es hat die Kostenverteilung grundlegend geändert — aber nicht alle Makler setzen es korrekt um.

SituationWer zahlt was?Seit wann?
Verkäufer beauftragt Makler50/50-Teilung: je 3,57 % (inkl. MwSt.)Dez. 2020
Käufer beauftragt MaklerKäufer zahlt komplettImmer schon
Kein Makler beteiligtKeine Provision
Innenprovision (Verkäufer zahlt alles)Käufer zahlt 0Manche Anbieter
Off-Market-Kauf direktKeine Provision

Das 2020er Gesetz im Detail

§ 656a BGB: Wer den Makler für den Kauf/Verkauf von Wohnimmobilien beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte der vereinbarten Provision. Ergebnis: Verkäufer-Makler müssen mindestens 50 % selbst zahlen. Häufiges Ergebnis: 3,57 % je Käufer und Verkäufer = 7,14 % gesamt.

Wo die Provision wirklich gespart werden kann

  • Direkt beim Eigentümer kaufen (Privatverkauf, IS24 "privat"-Filter)
  • Neubau vom Bauträger: Oft keine Käufer-Provision, nur Innen-Provision
  • Off-Market: Direkte Ansprache von Eigentümern ohne Inserat
  • Inkl.-Provision-Objekte: Manche Entwickler zahlen Provision vollständig

Bestellerprinzip: Was bedeutet das für Käufer konkret?

Das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten (§§ 656a–656d BGB, in Kraft seit 23. Dezember 2020) regelt drei Szenarien:

SituationWer zahlt wie viel?
Verkäufer beauftragt MaklerKäufer zahlt maximal 50 % der Provision
Käufer beauftragt MaklerKäufer trägt 100 % — Verkäufer kann freiwillig zuzahlen
Beide beauftragen getrennte MaklerJeder zahlt seinen eigenen Makler vollständig

Wichtig: Das Bestellerprinzip gilt nur für Wohnimmobilien (Ein-/Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen). Für Gewerbeimmobilien gelten weiterhin die alten Regeln.

Maklerprovision in 10 Bundesländern im Vergleich

BundeslandProvision gesamtMax. Käufer-AnteilBei 400.000 € KP
Bayern, NRW, Berlin7,14 %3,57 %14.280 €
Baden-Württemberg7,14 %3,57 %14.280 €
Hessen5,95 %2,975 %11.900 €
Hamburg6,25 %3,125 %12.500 €
Bremen, Mecklenburg-VP5,95 %2,975 %11.900 €

Kann man Maklerprovision umgehen oder verhandeln?

Direkt umgehen ist schwer — aber es gibt legale Wege zur Reduzierung:

  • Direktkauf vom Eigentümer: Privatanzeigen auf ImmoScout, eBay Kleinanzeigen, Zeitung — kein Makler, keine Provision.
  • Verhandeln bei Eigeninitiative: Haben Sie das Objekt selbst gefunden und nur die Abwicklung über einen Makler, ist Rabatt möglich.
  • Neubau direkt vom Bauträger: Bauträger zahlen i.d.R. selbst keine Provision oder übernehmen sie vollständig.
  • Kaufpreis-Verhandlung: Wenn Provision nicht verhandelbar, manchmal ist der Kaufpreis selbst beweglicher als die Provision.

Mehr dazu: Ohne Makler verkaufen — Schritt-für-Schritt-Guide für Privatverkäufer.

Tags:
makler provision courtage
ImmobilienRechner24 Redaktion
ImmobilienRechner24 Redaktion Geprüft
Veröffentlicht: 25. Feb. 2024

Dieser Artikel wurde von der ImmobilienRechner24-Redaktion verfasst und auf fachliche Richtigkeit geprüft. Alle Rechner und Formeln basieren auf aktuellen gesetzlichen Grundlagen (Stand 2026).

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