Immobilienpreise 2025: Prognose und aktuelle Trends

Immobilienpreise 2025: Prognose und aktuelle Trends

27. Nov. 2022 · 2 Min Lesezeit · Markt

Rückblick: Warum die Preise gefallen sind

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Der deutsche Immobilienmarkt erlebte 2022–2023 den stärksten Preisrückgang seit Jahrzehnten. Haupttreiber war der rapide Zinsanstieg der EZB von 0 % auf 4,5 %. Wer 2021 noch zu 1 % finanzieren konnte, zahlte 2023 plötzlich 4–5 %. Das drückte die Kaufkraft massiv und ließ die Preise in vielen Städten um 10–20 % sinken.

Marktlage 2025: Stabilisierung mit regionalem Gefälle

Praxis-Tipps
  • Bevölkerungsentwicklung beobachten: Schrumpfende Städte und Regionen mit Bevölkerungsabwanderung zeigen oft sinkende Immobilienpreise. Prüfen Sie Prognosen der statistischen Landesämter.
  • Mietrendite vor Preissteigerung priorisieren: Wer auf reine Wertsteigerung spekuliert, geht ein hohes Risiko ein. Kaufen Sie Objekte, die auch ohne Preissteigerung eine akzeptable Nettomietrendite liefern.
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RegionPreistrend 2025Nachfrage
München, Hamburg, Frankfurt+2 bis +5 %Sehr hoch
Berlin, Köln, Stuttgart0 bis +3 %Hoch
Mittelgroße Städte (100k–500k EW)±2 %Mittel
Ländliche Regionen West–1 bis +1 %Niedrig bis mittel
Strukturschwache Regionen Ost–2 bis 0 %Niedrig

Zinsniveau 2025: Welcher Effekt auf den Markt?

Die EZB hat den Leitzins ab Mitte 2024 mehrfach gesenkt. Ende 2024 lagen Baufinanzierungszinsen für 10 Jahre bei etwa 3,5–4,0 %. Das ist noch deutlich über dem 1-%-Niveau von 2021, aber spürbar unter dem Peak von 4,5–5 % in 2023. Jeder Prozentpunkt weniger erhöht die Kaufkraft um etwa 10–15 %.

Was treibt die Preise 2025?

  • Wohnraummangel: Bundesweit fehlen 700.000+ Wohnungen. Der Neubau ist 2022–2024 eingebrochen
  • Migration: Nettomigration von 500.000+ Menschen jährlich erhöht die Nachfrage
  • Sinkende Zinsen: Geringere Finanzierungskosten reaktivieren potenzielle Käufer
  • Inflation: Immobilien gelten als Sachwert-Schutz gegen Geldentwertung

Was bremst die Preise?

  • Hohe Baukosten: Materialkosten und Löhne bleiben auf erhöhtem Niveau
  • Strengere Finanzierungsregeln: Banken verlangen höheres Eigenkapital
  • Energetische Anforderungen: GEG 2024 erhöht Sanierungsbedarf und -kosten
  • Demografischer Wandel: In strukturschwachen Regionen sinkt die Nachfrage

Käuferstrategie für 2025

Der Markt bietet 2025 mehr Verhandlungsspielraum als 2021. Nicht jede Immobilie ist sofort weg – Besichtigungen sind ohne Bieterrennen möglich. Dennoch gilt in A-Städten: Gut gelegene, energieeffiziente Objekte sind nach wie vor begehrt.

  • Forward-Darlehen für geplante Käufe ab 2026 jetzt schon sondieren
  • Energieausweis und Sanierungsbedarf vor Preisverhandlung klären
  • Regionale Marktberichte von Gutachterausschüssen als Referenz nutzen
  • quadratmeter laptop mann schaut bildschirm wohnzimmer abends

Immobilienpreise 2025: Aktuelle Entwicklung und regionale Unterschiede

RegionPreisentwicklung 2024Prognose 2025Treiber
München− 8 % (Korrektur)+ 2–4 %Nachfrage > Angebot bleibt
Berlin− 6 %+ 3–5 %Zuzug, wenig Neubau
Hamburg− 5 %+ 2–4 %Stabile Lage
Leipzig/Dresden+ 2 %+ 4–6 %Günstig + Nachholbedarf
Ruhrgebiet− 3 %+ 1–3 %Strukturwandel
Ländliche Schrumpfregionen− 5 bis − 10 %Weiter negativAbwanderung, Leerstand

Was die Preisentwicklung 2025 bestimmt

Drei Haupttreiber: EZB-Zinspolitik (jede Senkung verbessert Finanzierbarkeit und stützt Preise), Neubautätigkeit (weiterhin zu niedrig — 230.000 statt 400.000 Einheiten/Jahr), Konjunktur (Rezessionsangst dämpft Nachfrage). Per Saldo: leichte Erholung in nachfragestarken Lagen.

Immobilienpreise nach Städten 2025 – Aktueller Stand

StadtØ Kaufpreis ETW (€/m²)Veränderung ggü. 2022Kaufpreisfaktor
München7.800–9.500–10 % bis –14 %38–42×
Frankfurt5.200–7.000–8 % bis –12 %30–36×
Hamburg4.800–6.500–6 % bis –10 %28–34×
Berlin4.200–5.800–8 % bis –15 %30–38×
Düsseldorf3.800–5.200–5 % bis –8 %25–30×
Leipzig2.400–3.600–5 % bis –8 %22–28×
Bundesschnitt2.800–3.800–6 % bis –10 %20–26×

Treiber der Preisentwicklung 2025

  • Erholung nach Korrektur: Nach –10 bis –15 % real 2022–2024 stabilisieren sich Preise in Metropolen. Sprengnetter und IW Köln erwarten moderate Anstiege (+2–4 %) für 2025/26.
  • Angebotsrückgang: Weniger Neubauten (254.000 statt 400.000 jährlich) führen ab 2025/26 zu spürbarem Angebotsdefizit.
  • Zinssenkungen der EZB: Leitzins von 4,5 % (Peak 2023) auf 2,25 % (April 2025) verbessert Finanzierbarkeit spürbar.
  • Mietanstieg als Kaufauslöser: Wenn Monatsmiete die Kreditrate übersteigt, dreht die Rechnung zugunsten des Kaufs – dieser Punkt nähert sich in vielen Städten.

Aktuelle Marktdaten: Bundesbank-Immobilienmarktbericht (quartalsweise) und Wohnmarktreporte der großen Maklerunternehmen.

Tags:
Immobilienpreise Markt 2025 Prognose Kaufen oder Warten
ImmobilienRechner24 Redaktion
ImmobilienRechner24 Redaktion Geprüft
Veröffentlicht: 27. Nov. 2022

Dieser Artikel wurde von der ImmobilienRechner24-Redaktion verfasst und auf fachliche Richtigkeit geprüft. Alle Rechner und Formeln basieren auf aktuellen gesetzlichen Grundlagen (Stand 2026).

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