Grunderwerbsteuer Sachsen 2025: Nur 3,5 %
Grunderwerbsteuer Sachsen: 3,5 %

Sachsen gehört zu den wenigen Bundesländern, die den Grunderwerbsteuersatz von 3,5 % nicht erhöht haben (wie Bayern). Das macht Sachsen im Nebenkosten-Vergleich attraktiv — besonders bei den stark gestiegenen Kaufpreisen in Leipzig und Dresden.
Rechenbeispiel Leipzig
- AfA konsequent nutzen: Die jährliche Abschreibung (2 % bei Gebäuden ab 1925) mindert direkt Ihr zu versteuerndes Einkommen. Bei Neubauten ab 2023 sogar 3 % pro Jahr.
- Werbungskosten vollständig absetzen: Zinsen, Verwaltungskosten, Reparaturen, Fahrtkosten zur Immobilie und anteilige Steuerberatungskosten sind als Werbungskosten absetzbar.

| Kaufpreis | GrESt (3,5 %) | Ersparnis vs. NRW (6,5 %) |
|---|---|---|
| 200.000 € | 7.000 € | 6.000 € weniger als NRW |
| 350.000 € | 12.250 € | 10.500 € weniger als NRW |
| 500.000 € | 17.500 € | 15.000 € weniger als NRW |
Gesamte Kaufnebenkosten in Sachsen
| Kostenart | Prozentsatz | Bei 300.000 € |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % | 10.500 € |
| Notar + Grundbuch | 1,7 % | 5.100 € |
| Makler (50 %) | 3,57 % | 10.710 € |
| Summe | ca. 8,8 % | 26.310 € |
Leipzig als Investitionsstandort
Leipzig bietet 2025 eine der interessantesten Kombinationen:
- Günstige Grunderwerbsteuer (3,5 %)
- Noch moderate Kaufpreise (2.500–4.500 €/m²)
- Stark steigende Mieten (+18 % seit 2022)
- Hohe Mietrenditen (4–6 % Brutto)
- Bevölkerungswachstum und junge Altersstruktur

Dresden im Vergleich zu Leipzig
| Kennzahl | Leipzig | Dresden |
|---|---|---|
| Kaufpreis (Ø Wohnung €/m²) | 2.800–4.200 | 3.000–4.500 |
| Mietpreis (Ø Kalt €/m²) | 10–13 € | 9–12 € |
| Bruttomietrendite (ca.) | 4,0–5,5 % | 3,5–5,0 % |
| Bevölkerungswachstum | +1,5 %/Jahr | +0,8 %/Jahr |
Alle 16 Bundesländer im Vergleich
| Bundesland | GrESt-Satz | Bei 400.000 € |
|---|---|---|
| Bayern | 3,5 % | 14.000 € |
| Sachsen | 3,5 % | 14.000 € |
| Hamburg | 4,5 % | 18.000 € |
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 20.000 € |
| Bremen | 5,0 % | 20.000 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 5,0 % | 20.000 € |
| Niedersachsen | 5,0 % | 20.000 € |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 20.000 € |
| Hessen | 6,0 % | 24.000 € |
| Berlin | 6,0 % | 24.000 € |
| Brandenburg | 6,5 % | 26.000 € |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 26.000 € |
| Saarland | 6,5 % | 26.000 € |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 26.000 € |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 20.000 € |
| Thüringen | 6,5 % | 26.000 € |
Sachsen im Detail: Was fällt unter die Steuer?
Die Grunderwerbsteuer in Sachsen fällt bei jedem entgeltlichen Grundstückserwerb an. Das umfasst klassische Kaufverträge, aber auch Tauschverträge, Meistgebote bei Zwangsversteigerungen und Erwerbe im Rahmen einer Unternehmensübernahme, wenn mindestens 95 % der Anteile übergehen.
Berechnung: Grundlage ist der beurkundete Kaufpreis. Movable Gegenstände (Einbauküche, Möbel) können im Notarvertrag separat ausgewiesen werden — sie reduzieren die Bemessungsgrundlage legal. Typisches Beispiel: 10.000 € für Einbauküche und Gartenhütte ausweisen → spart 350 € Grunderwerbsteuer in Sachsen.
Ausnahmen von der Grunderwerbsteuer in Sachsen
- Familienprivileg: Übertragungen zwischen Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern, direkten Verwandten in gerader Linie (Eltern-Kind, Großeltern-Enkel) sind steuerfrei.
- Freibetrag: Kaufpreise unter 2.500 € sind steuerfrei (§ 3 Nr. 1 GrEStG).
- Erbschaft/Schenkung: Unentgeltliche Übertragungen fallen nicht unter das GrEStG (aber ggf. unter die Erbschaft-/Schenkungsteuer).
Praxisbeispiel Leipzig
Eine 75-m²-Eigentumswohnung in Leipzig-Plagwitz kostet derzeit rund 270.000 €. Die Kaufnebenkosten in Sachsen:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer (3,5 %) | 9.450 € |
| Notarkosten (ca. 1,5 %) | 4.050 € |
| Grundbucheintrag (ca. 0,5 %) | 1.350 € |
| Makler (ggf. 3,57 %) | 9.639 € |
| Gesamt ohne Makler | 14.850 € |
Grunderwerbsteuer Sachsen – einer der niedrigsten Sätze
| Bundesland | Steuersatz | Bei 300.000 € Kaufpreis | Ersparnis ggü. NRW |
|---|---|---|---|
| Bayern | 3,5 % | 10.500 € | 9.000 € |
| Sachsen | 3,5 % | 10.500 € | 9.000 € |
| Hamburg | 5,5 % | 16.500 € | 3.000 € |
| Hessen, Berlin | 6,0 % | 18.000 € | 1.500 € |
| NRW, Brandenburg, SL, Thüringen | 6,5 % | 19.500 € | — |
Sachsen: Attraktiver Immobilienstandort im Doppelpack
Sachsen kombiniert den niedrigsten Grunderwerbsteuersatz (geteilt mit Bayern) mit vergleichsweise günstigen Immobilienpreisen:
- Leipzig: Kaufpreisfaktor 22–28×, Durchschnittspreis 2.400–3.600 €/m², starkes Bevölkerungswachstum (+10 % seit 2015)
- Dresden: Kaufpreisfaktor 20–26×, Durchschnittspreis 2.800–4.200 €/m², Wissenschafts- und Technologiestandort
- Chemnitz: Kaufpreisfaktor 12–18×, niedrige Einstiegspreise, höheres Leerstandsrisiko
Mit 3,5 % Grunderwerbsteuer und Kaufpreisen deutlich unter Westdeutschland ergeben sich in Leipzig und Dresden Gesamtinvestitionskosten (Kaufpreis + Nebenkosten) von oft 10–12 % unter vergleichbaren westdeutschen B-Lagen. Grundlage: GrEStG, länderspezifischer Steuersatz Sachsen seit 2013 unverändert bei 3,5 %.
Häufige Fragen
Stand 2025 nein. Sachsen und Bayern sind die einzigen Länder, die bei 3,5 % geblieben sind — politisch gewollt als Standortvorteil.
Ja, Sachsen bietet eine der besten Kombinationen aus Mietrendite, günstigem Kaufpreis und niedrigen Nebenkosten in Deutschland.
Die Grunderwerbsteuer fällt einmalig beim Kauf an (3,5–6,5 % je Bundesland). Die Grundsteuer ist eine laufende jährliche Steuer auf das Immobilieneigentum, die Gemeinde erhebt.
Ja, Mieteinnahmen sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Werbungskosten (Zinsen, AfA, Kosten) können gegengerechnet werden.
Sachsen erhebt 3,5 % Grunderwerbsteuer – gemeinsam mit Bayern der niedrigste Satz in Deutschland. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € fallen nur 10.500 € Grunderwerbsteuer an, gegenüber 19.500 € in NRW, Brandenburg oder Saarland (6,5 %). Das macht Sachsen besonders für Kapitalanleger attraktiv.
Sachsen kombiniert niedrige Grunderwerbsteuer (3,5 %), günstige Kaufpreise (Leipzig: 2.400–3.600 €/m²) und positive Bevölkerungstrends in Leipzig und Dresden. Leipzig verzeichnet seit 2015 über 10 % Bevölkerungswachstum und stark steigende Mieten – bei Kaufpreisfaktoren von 22–28× noch im Renditesegment.