Notarkosten beim Hauskauf: Was kostet der Notar wirklich 2025?

Notarkosten beim Hauskauf: Was kostet der Notar wirklich 2025?

19. Mai. 2026 · 1 Min Lesezeit

Warum braucht man beim Immobilienkauf einen Notar?

In Deutschland ist die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags gesetzlich vorgeschrieben (§311b BGB). Ohne Notarvertrag ist der Kauf einer Immobilie rechtlich unwirksam. Der Notar stellt sicher, dass beide Parteien rechtssicher handeln und keine Seite benachteiligt wird.

Notarkosten: Übersicht aller Gebühren

LeistungKosten (bei 300.000 €)Pflicht?
Beurkundung Kaufvertragca. 1.070 €Ja
Auflassungsvormerkungca. 267 €Empfohlen
Eigentumsumschreibung (Grundbuch)ca. 535 €Ja
Eintragung Grundschuldca. 535 €Bei Finanzierung
Notarielle Vollmachten50–200 €Situativ
Gesamt (typisch)ca. 1.500–2.000 €
Grundbuchamtskostenca. 400–600 €Ja
Gesamt inkl. Grundbuchca. 2.000–2.500 €

Faustregel: 1,5 % des Kaufpreises

Als Daumenregel gilt: Notar- und Grundbuchkosten zusammen betragen ca. 1,5 % des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € rechnen Sie mit ca. 6.000 €. Diese Kosten sind gesetzlich geregelt (Gerichts- und Notarkostengesetz, GNotKG) — Sie können nicht verhandelt werden.

Wer zahlt die Notarkosten?

In der Regel zahlt der Käufer alle Notar- und Grundbuchkosten. Das ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in Deutschland üblich. Lediglich die Löschung alter Grundschulden des Verkäufers trägt in der Praxis der Verkäufer.

Notar vs. Grundbuchamt: Was ist was?

  • Notar: Erstellt und beurkundet den Kaufvertrag, koordiniert die Abwicklung, hält Treuhandkonto
  • Grundbuchamt: Führt das Grundbuch, trägt Eigentumsübertragung ein (staatliche Behörde)
  • Der Notar reicht alle Unterlagen beim Grundbuchamt ein — Sie müssen nicht selbst aktiv werden

So läuft die Notarabwicklung ab

  1. Kaufvertragsentwurf durch Notar (ca. 14 Tage vor Termin zugestellt)
  2. Notartermin: beide Parteien unterschreiben, Notar liest Vertrag vor
  3. Auflassungsvormerkung wird sofort ins Grundbuch eingetragen
  4. Notar beantragt Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Finanzamt
  5. Käufer zahlt Kaufpreis nach Erhalt der Fälligkeitsmitteilung
  6. Nach Zahlung + Unbedenklichkeitsbescheinigung: Eigentumsumschreibung

Alle Nebenkosten im Überblick finden Sie auch in unserem Kaufnebenkosten-Rechner.

Kann man Notarkosten senken?

Kaum — die Gebühren sind gesetzlich festgelegt. Aber Sie können:

  • Grundschuld und Kaufvertrag beim selben Notar beurkunden lassen (spart Doppelgebühren)
  • Nachträgliche Vertragsänderungen vermeiden (jede kostet extra)
  • Keine unnötigen Vollmachten beurkunden lassen
Tags:
Notarkosten Notar Hauskauf Kaufnebenkosten

Häufige Fragen