Mietentwicklung Deutschland: Wo steigen Mieten am stärksten?
Mietentwicklung 2024/2025: Der Überblick
Trotz Mietpreisbremse und politischer Diskussion stiegen die Angebotsmieten in Deutschland 2024 bundesweit um ca. 4–6 %. Angebotsmietpreise (neue Vertragsmieten) sind dabei stärker gestiegen als Bestandsmieten.
Mietpreis-Ranking: Teuerste Städte 2025
| Stadt | Ø Angebotsmiete (kalt, €/m²) | Veränderung ggü. 2022 |
|---|---|---|
| München | 22–26 € | +12 % |
| Frankfurt | 17–22 € | +10 % |
| Hamburg | 16–20 € | +9 % |
| Berlin | 15–19 € | +15 % |
| Stuttgart | 16–20 € | +8 % |
| Köln / Düsseldorf | 14–18 € | +7 % |
| Leipzig | 10–13 € | +18 % |
| Dresden | 9–12 € | +16 % |
Warum steigen Mieten trotz Mietpreisbremse?
- Mietpreisbremse gilt nur für Neuvermietung im Bestand — Neubauten ausgenommen
- Stark gesunkenes Neubauvolumen (Baugenehmigungen -30 % in 2023)
- Hohe Nachfrage durch Zuwanderung und Haushaltsverkleinerung
- Viele Eigentümer wandeln Mietwohnungen in Eigentumswohnungen um
- Kurzzeitvermietung (Airbnb) entzieht Wohnraum dem Markt
Mietpreisbremse: Wirkung und Grenzen
- Effektiv bei Bestandsmietern — verhindert willkürliche Erhöhungen
- Kaum wirksam bei Neuvermietung in der Praxis (Neubauten, Modernisierungen)
- Mieter müssen aktiv rügen — viele tun das nicht
- Gilt in >700 Gemeinden, aber Verordnungen teils ausgelaufen
Prognose: Mietentwicklung 2025/2026
- Weiterer Anstieg von 3–6 % p.a. in Ballungszentren erwartet
- B-Städte holen auf (Leipzig, Halle, Chemnitz)
- Ländliche Regionen: stagnierend oder leichter Rückgang
- Ohne neue Bautätigkeit: kein Ende der Mietsteigerungen absehbar
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Häufige Fragen
Ostdeutsche Kleinstädte (Chemnitz, Cottbus, Magdeburg) sowie ländliche Regionen in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Leipzig wächst rasant — Zuzug aus Westdeutschland und international, günstige Ausgangspreise und Nachholbedarf.