Renovierungskosten kalkulieren: Was kostet eine Wohnung wirklich aufzuwerten?

Renovierungskosten kalkulieren: Was kostet eine Wohnung wirklich aufzuwerten?

08. Jul. 2026 · 1 Min Lesezeit

Warum Renovierungskosten so oft unterschätzt werden

Die häufigste Fehlerquelle beim Immobilienkauf: zu optimistische Renovierungskostenschätzungen. Wer mit 20.000 € kalkuliert und 60.000 € benötigt, gefährdet die gesamte Finanzierung. Als Puffer empfehlen Experten mindestens 20–30 % auf alle Kostenpositionen.

Renovierungskosten nach Gewerk 2025

GewerkKosten pro m²Typisch für 70-m²-Wohnung
Boden (Parkett, verlegen)50–100 €/m²3.500–7.000 €
Boden (Fliesen, verlegen)60–120 €/m²4.200–8.400 €
Wände streichen (komplett)15–30 €/m²1.050–2.100 €
Tapezieren20–40 €/m²1.400–2.800 €
Badezimmer komplett800–1.500 €/m²8.000–15.000 €
Küche (ohne Möbel)Pauschal3.000–8.000 €
Elektroinstallation80–150 €/m²5.600–10.500 €
Heizung (komplett tauschen)Pauschal15.000–30.000 €
Fenster austauschen (alle)800–1.500 € je Fenster6.400–12.000 €

Kostenklassen: Was ist wirklich nötig?

  • Kosmetische Renovierung (Farbe, Böden): 10.000–25.000 € für 70 m²
  • Moderate Sanierung (+ Bad, Küche): 30.000–60.000 €
  • Vollsanierung (alles inkl. Technik): 80.000–150.000 €+

Eigenleistung: Wie viel können Sie sparen?

Beim Streichen, Tapezieren und einfachen Verlegearbeiten ist Eigenleistung möglich und spart 30–50 % der Kosten. Bei Elektrik, Sanitär und Tragwerken ist Eigenleistung nur mit Fachausbildung erlaubt. Zur steuerlichen Behandlung: Eigenleistungen sind nicht absetzbar, Handwerkerrechnungen hingegen zu 20 % bis 1.200 € p. a. als Steuerermäßigung (§35a EStG). Details: Werbungskosten bei Vermietung.

Tags:
Renovierung Sanierungskosten Immobilienkauf Kalkulation

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